23.05.2008

Wie melkt man seinen Sohn (für Oli)


Wie ist das eigentlich, wenn man seiner eigenen Mutter nicht mehr trauen kann? Ist ja schon ein bisschen so, als wenn der Papst seinen Schäfchen ewige Erlösung verspricht, für einen kleinen Unkostenbeitrag natürlich, und dann vor der Himmelstür steht, mit ´ner Zigarre im Mund, die Scheinchen zählt und was von „in der Hölle isses auch ganz nett“ murmelt.
Wenn man also seiner Mutter einen nicht gerade kleinen Gefallen tut, in dem es auch irgendwie um richtig Asche geht, und diese dann alles in den Sand setzt, zackig grüßt, was von „gut, dass das ja nicht auf meinen Namen lief“ faselt, und einfach Gott ´nen geldzählenden Gott sein lässt, ist dieses dann das, was man gemeinhin als „Familienzusammenhalt“ kennt?
Nein, ich glaube nicht. Allerdings glaube ich, dass wenn es um Geld geht, auch Muttermilch teuer werden kann. Das ist dann zwar traurig, aber eben wahr. Normalerweise melkt ja der Bauer die Kuh, wenn aber nun die Kuh versucht den Bauer zu melken, dann endet das mit großen Schmerzen… soweit ich das erahnen kann natürlich...
Ohne auf die Familiengeschichte tiefer einzugehen könnte man jetzt kritisieren, dass wenn man eben nicht selbst etwas überwacht, was man besagter Abzockmami geliehen hat, Mutter hin Mutter her, sowas halt passieren kann. Aber sind wir doch mal ehrlich, wenn die Beziehung zwischen Sohn und Mutter so schlecht gewesen wäre, dann hätte er das ja nicht gemacht. Das ist Fakt! Und wenn man dem Muttertier nicht mal mehr vertrauen kann, wem denn dann, verdammt nochmal? (Oh, ich weiß was: dem Internet natürlich....)
Manchmal ist ein Bündel Geld eben dicker als Blut…